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03.04.2002:
Eigentlich war für
heute Bummeltag am See mit langem Ausschlafen angesagt. Da die Wetteraussichten
für unsere letzten Tage in der Toskana aber nicht allzu toll waren, änderten
wir unsere Pläne. Zunächst kauften wir aber noch beim Hausverwalter Janusz Wein
und Öl aus eigener Herstellung. Der Hund war auch wieder da, heute aber gar
nicht mehr so schüchtern.
Danach fuhren wir nach Castellina in Chianti,
Daniels Urlaubsort 1998. Hier war es
schon ziemlich windig, aber noch sonnig. Wir kauften Honig, besichtigten ein
paar der ganz urigen Enotecas, aber die Weine dort waren leider alle nicht besonders
günstig :-(.
Von Castellina ging es weiter nach San Gimignano. Dort gab's dann erst
einmal Cappuccino und heiße Schokolade auf der Piazza del Duomo. Wir besichtigten
den Dom mit schönem Kreuzgang, bummelten gemütlich weiter zum Palazzo del
Popolo und durch einen alten Torbogen weiter zur Piazza della Cisterna. Dort
steht ein alter Renaissancebrunnen, dessen Travertinränder heute noch tiefe
Spuren der Seile zeigen, mit deren Hilfe dort Wasser geholt wurde. - Steht so
im Reiseführer, aber sehen konnte man es wirklich :o) Schließlich landeten wir
bei einer alten Burgruine mit wunderschönem zugewachsenen Innenhof, wo herrliche
Glyzinien blühte (und an dieser Stelle ein Dank an Gisela, denn jetzt wissen
wir auch, daß diese herrlichen Glyzinien kein Flieder waren). Vom Burgturm
aus (einem der vielen Geschlechtertürme in San Gimignano) hatte man dann auch
einen tollen Blick auf die Stadt. So entdeckten wir auch den kleinen Weg mit
(natürlich) vielen Treppen, der wieder nach unten in die Stadt führte. Wir machten
uns gleich auf den Weg durch zahlreiche Olivenbäume und kleine, liebevoll angelegte
Gärtchen zurück zum Auto. Alles in allem ein sehr schönes Unesco
Weltkulturerbe.
Anschließend fuhren wir weiter nach Volterra,
das bekannt ist für seinen Alabaster. Das erste, was wir dort zu Gesicht bekamen,
war allerdings eine Ziegenfamilie mit niedlichen kleinen Ziegen, die wir noch
ein bißchen beobachteten, bevor wir uns auf den Weg in die Stadt machten. Hier konnten wir auch in einige Werkstätte
einen Blick werfen und es gab natürlich sehr viele Geschäfte, die Gegenstände
aus Alabaster verkauften. Aber mal abgesehen davon, daß die meisten davon unheimlich
teuer waren, konnten wir uns vieles davon auch kaum in unserem Wohnzimmer vorstellen
:o) Von der Stadtmauer aus entdeckten wir auch ein altes Amphitheater, das von
oben noch sehr gut in seiner ursprünglichen Form erkennbar war. Auf dem Rückweg
kamen wir noch an einer Baustelle vorbei, bei der ursprünglich die Straße erneuert
werden sollte. Beim Graben war man dann 'versehentlich' auf altes römisches
Mauerwerk gestoßen, weshalb die Bauarbeiten kurzfristig eingestellt wurden.
Auch das ist Italien! Da wir in Volterra ein Cafe entdeckten, daß sehr günstig
Baci verkaufte, haben wir uns erst einmal einen großen Vorrat davon zugelegt,
von dem wir heute noch zehren. Beim Rückweg zum Auto haben wir uns dann noch
ziemlich verlaufen, bis wir schließlich genau am anderen Ende von Volterra ankamen.
Hier hatten wir dann allerdings noch sehr reizende Blicke auf kleine, liebevoll
bepflanzte Gärten und Innenhöfe, verwinkelte Seitengassen und immer wieder eine
herrliche Aussicht ins Tal.
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