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Index > Geschichten > Reiseberichte > Gran Canaria > 9. Tag |
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Neunter Tag
(Donnerstag): Hafentour nach Puerto de Mogán mit Schnorcheln im Meer
Puerto de Mogán - in unserem Reiseführer als stilvollster Ferienort der Insel bezeichnet - ist wahrscheinlich das einzige ansehnliche Touristendorf von ganz Gran Canaria. Sein Jachthafen gilt immerhin als einer der feinsten auf den gesamten Kanaren. Aus diesem Grund wurde wohl insgesamt bei der Bebauung auf ein gewisses Maß an Exklusivität geachtet, so daß sich das Feriendorf sehr harmonisch in die Umgebung integriert. Sehr hübsch anzusehen sind die strahlend weißen Häuser mit fröhlich bunten Fenster- und Türrahmen und ihren schmiedeeisernen Balkonen. Statt mit Autos vollgestopfte Straßen durchziehen kleine Kanäle die Stadt, weshalb diese von den Canarios auch als 'Klein-Venedig' bezeichnet wird. Überall leuchten Geranien und andere Pflanzen in den herrlichsten Farben und kleine Pubs und Restaurants mit grünen Parkbänken davor laden zum Verweilen ein.
Ach übrigens, auch wenn auf den öffentlichen Parkplätzen in Puerto de Mogán überall Parkautomaten stehen, schert sich dort offensichtlich keiner um Parkgebühren. Nachdem wir uns gewundert hatten, daß kein einziges der parkenden Autos einen Parkschein hinter der Windschutzscheibe liegen hatte, fragte ich mit Blick auf die Automaten zögernd einen Einheimischen, ob der Parkplatz Parkgebühren kosten würde. Er antwortete nur mit einem verächtlichen 'Oh no, forget that!'. Und hielt mich wahrscheinlich für einen extrem seltsamen Touristen. Von Puerto de Mogán machten wir uns auf zum Strand. Die Auswahl an der Südküste entlang ist wirklich üppig, von künstlichem Sandstrand über Kieselstrand bis zum schwarzen Vulkanstrand ist hier alles vorhanden. Unsere erste Wahl fiel auf die Playa Amadores, ein künstlicher Strand direkt hinter Puerto Rico mit schneeweißem Korallensand (angeblich aus der Karibik, in Wirklichkeit aber wohl aus El Aaiun in der Westsahara). Allerdings ließen die kostenpflichtigen Umkleidekabinen unser Schwabenherz nicht unbedingt höher schlagen. Auch die Tatsache, daß die Badenden am Strand so eng wie Sardinen in der Dose lagen, konnte uns nicht wirklich begeistern. Natürlich sollte ich hinzufügen, daß an diesem Strand alles sauber und ordentlich war. Aber für uns doch irgendwie zu künstlich und zu voll. So fuhren wir mit dem Auto weiter die Küste entlang Richtung Maspalomas. Unser nächstes Ziel war Patalavaca, da dieses Küstengebiet laut Reiseführer ausgezeichnet für den Wassersport geeignet sei. Und ich wollte doch unbedingt mal meine Schnorchelausrüstung ausprobieren, die ich mir extra gekauft hatte. Warum nur konnte mich vorher niemand darauf hinweisen, daß Schnorcheln bei hohem Wellengang völlig unmöglich ist?
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