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Index > Geschichten > Reiseberichte > Gran Canaria > 7. Tag |
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Siebter Tag (Dienstag): Stadtbummel durch Las Palmas
Heute schien es nicht mehr ganz so heiß zu sein, wie die ersten Tage und wir entschieden uns, einen Stadtbummel durch die Hauptstadt von Gran Canaria zu unternehmen. Mit dem Auto ging es los Richtung Norden. Als wir in Las Palmas ankamen, stellte sich zunächst die Frage, wo wir unseren Wagen abstellen könnten. Nachdem wir mindestens dreimal im Kreis gefahren waren, fanden wir endlich den gesuchten Parkplatz und hatten zwischenzeitlich auch fast alle Sehenswürdigkeiten der Altstadt gesehen. Wir begannen unseren Stadtbummel im Stadtteil Vegueta, dem ehemaligen Standort weltlicher und geistlicher Behörden, dem Sitz von Kathedrale und Kirchen und den prächtigen Wohnsitzen der wohlhabenden Bevölkerung. Als erstes bummelten wir durch die Markthalle. Hier boten frischer Fisch sowie die verschiedensten Obst- und Gemüsesorten zwar keinen angenehmen Duft, aber einen appetitlichen Anblick. Auf dem Plaza de Santa Ana, direkt vor der Catedral de Santa Ana, setzten wir uns auf eine Parkbank, um uns einen Überblick über all die Sehenswürdigkeiten in Las Palmas zu verschaffen. Warum wir dabei unter der einzigen Regenwolke Gran Canarias sitzen mußten, blieb allerdings unklar, aber die siebenprozentige Regenwahrscheinlichkeit des Monats Oktober hatten wir jetzt hoffentlich hinter uns. Von der Kirche aus liefen wir zur Casa de Colón, dem ältesten und schönsten Gebäude der Stadt. In der Casa de Colón befindet sich ein Museum, das Christoph Kolumbus gewidmet ist, der 1492 im Hafen von Las Palmas einlief, um Reparaturen an seinen Schiffen vornehmen zu lassen. Besonders erwähnenswert sind die prächtigen Innenhöfe mit ihrer üppigen Pflanzenpracht (sowie das aufgeweckte Papageienpärchen), die geschnitzten Balkone aus kanarischer Kiefer und die reich verzierten Stuckportale (eigentlich auch noch die hübschen Toiletten, aber das gehört hier jetzt wohl nicht hin). Der Besuch dieses kleinen Museums lohnt sich auf jeden Fall, nicht nur wegen des schönen und sehenswerten Gebäudes, sondern auch wegen der zugehörigen Ausstellung. Unser
Weg führte uns weiter die Calle Mayor de Triana entlang in den Stadtteil
Triana, dem Arbeits- und Wohnviertel der Händler, Handwerker und Fischer. Hier
sahen wir einige häßliche Ecken der Stadt mit heruntergekommenen Wohnblocks und
schäbigen Geschäften, aber auch viele hübsche Parks und kleine Boutiquen.
Ausgesprochen sehenswert ist auch die Ciudad Jardín, die eleganteste Wohngegend
von Las Palmas mit teilweise wirklich prächtigen Villen. Nach einem Abstecher
zum Hafen, dem Las Palmas noch heute seine Bedeutung als zentrale
Umschlagstation für Waren und den Personenverkehr verdankt,
Da der Weg durch die Stadt insgesamt immerhin gut acht Kilometer betrug, wir aber wieder zu unserem Auto mußten, gönnten wir uns für den Rückweg eine Fahrt mit dem Taxi (mit den Kölner Taxipreisen nicht zu vergleichen, der Betrag von 4,50 Euro hätte in Köln vermutlich für eine Fahrt von Neumarkt zu Heumarkt ausgereicht). Da es heute sogar in Maspalomas ein bißchen regnete, sparten wir uns unseren Abendspaziergang und machten es uns mit Büchern und Zeitung in unserem Bungalow bequem. |
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