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Dritter Tag (Freitag): Agaete und Westküste

Daniel

Heute wollten wir eine Wanderung unternehmen. Daniel wählte eine Tour der leichten Kategorie, worauf ich ihn zugegebenermaßen einen Faulpelz schimpfte. Wir einigten uns dann auf die 7 Kilometer lange Route von Agaete zur Playa de Guayedra, die mit zwei Stunden angegeben war (Kategorie mittel).

Dedo de Dios

Agaete liegt im Nordwesten von Gran Canaria. Mit dem Auto fuhren wir über die Autobahn nach Las Palmas und weiter die Nordküste entlang, bis wir Agaete erreichten. Hier parkten wir in der Nähe des Kirchplatzes. Hier sollte auch die Wanderung beginnen, allerdings mußten wir uns erst noch einigen, ob es sich bei dem Gebäude wirklich um eine Kirche handelte, da das auf den ersten Blick nicht so richtig erkennbar war. Als das geklärt war, wanderten wir so fröhlich wie es 38 Grad eben zulassen Richtung Puerto de las Nieves und gelangten bald an den Fuß eines steilen Gebirgswegs, der laut Wanderführer in 15 Minuten auf die wesentlich höher gelegene Landstraße führen sollte. Lag es vielleicht an den hohen Temperaturen, dass wir fast eine Stunde brauchten? In unserer Planung hatten wir leider den Höhenunterschied von ca. 460 Metern übersehen, der sich bei der Hitze doch übel bemerkbar machte. Völlig verschwitzt kamen wir endlich oben an. Mit unseren kurzen Hosen, den albernen Mützen wegen der Sonne und völlig erhitzten Gesichtern fühlten wir uns mehr trashig als trés chique. Nebenbei möchte ich noch bemerken, dass genau in diesem Augenblick Daniels Kollege Thomas mit seinem Freund im Auto an uns vorbeifuhr..... Ein Blick in den Wanderführer bestätigte uns, dass der Weg gleich wieder zurück ins Tal bis zum nächsten Aufstieg führen würde. In ungewohnter Einigkeit beschlossen wir daher, die Wanderung auf der Stelle abzubrechen und liefen wesentlich entspannter wieder zurück zum Auto. Für den Abstieg dürfte auch die Angabe von 15 Minuten in etwa gestimmt haben. Aber ganz bestimmt werde ich Daniel nicht mehr so schnell als Faulpelz bezeichnen......

Wieder zurück beim Auto fuhren wir Richtung Meer nach Puerto de las Nieves, kauften uns ein kühles Eis und setzten uns an den Strand. Von hier aus hatten wir auch einen guten Blick auf den Dedo de Dios, ein vor der Küste aus dem Meer steigender Basaltmonolith. Westküste

Nach der gescheiterten Wanderung war uns allerdings die Lust nach mehr Hitze vergangen, so dass wir unsere Fahrt einmal rund um die Insel ohne weitere Zwischenstopps fortsetzten. An der Westküste führte die Straße weitgehend direkt an der Küste entlang Von der hochgelegenen Küstenstraße hatten wir immer wieder die Gelegenheit, das steil abfallende Küstengebirge zu bewundern. Zwischen San Nicolás und Mogán wurde die Landschaft dann immer karstiger und die Vegetation immer spärlicher. In Puerto de Mogán erreichten wir dann wieder die Küstenstraße im Süden, von der man wieder herrliche Blicke auf das strahlend blaue Meer werfen konnte. Eher erschreckend waren allerdings die riesigen Bettenburgen, die in sämtlichen Küstenstädten bis in die Felsmassive hineingebaut waren. Das war nicht unbedingt das, was wir uns als idyllisches Ferienörtchen vorstellten, aber insgesamt waren diese Orte offensichtlich sehr gefragt, denn auf den Straßen ging es sehr trubelig zu.

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