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Index > Geschichten > Reiseberichte > Gran Canaria > 13. Tag |
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Dreizehnter Tag
(Montag): Noch ein Ausflug in den Norden
Zunächst fuhren wir wieder nach Las Palmas. Von hier aus ging es weiter nach Gáldar. Um Galdar herum sah man jede Menge Bananenplantagen; offensichtlich leben Ort bzw. Municipio in erster Linie vom Bananenanbau. Gáldar selber gehört neben Las Palmas und Telde zu den eher hektischen und lauten Städte der Insel. Die engen Gassen sind durch die zahlreichen Autos hoffnungslos verstopft, so daß es schwer war, überhaupt einen Parkplatz zu finden. Nach kurzem Suchen fanden wir die Einkaufsstraße des Ortes, die Calle Capitán Quesada, und schließlich auch die hübsche Markthalle. Hier deckten wir uns zu verhältnismäßig günstigen Preisen mit unserer Tagesration an Obst, Brot und Schinken ein. In der Ortsmitte von Gáldar auf der Plaza de Santiago legten wir einen kurz Halt ein. Auf der einen Seite erblickten wir die Iglesia de Santiago de los Caballeros, auf der anderen das Rathaus. In dessen Innenhof steht der angeblich schönste Drachenbaum der Insel, der Drago Milenario. Die Einheimischen behaupten, er soll bereits an die tausend Jahre alt sein. Andere Quellen halten dagegen, daß er erst im Jahr 1719 gepflanzt wurde. Davon mal abgesehen, handelt es sich wirklich um ein sehenswertes Exemplar. Allerdings fragten wir uns, wie lange er im Innenhof des Rathauses wohl noch Platz haben wird, nachdem dieser ihm schon heute kaum noch ausreichend Platz bietet. Unser Weg führte
uns Richtung Westen nach Sardina. Angeblich kann man hier gut und günstig Fisch
essen, was wir aber selber nicht ausprobiert haben. Wir fuhren weiter zum Faro
de Sardina. Gerade an einem windigeren Tag wie heute hat man hier einen fantastischen
Blick auf das Meer. So beobachteten wir eine ganze Weile, wie die Anschließend machten wir uns wieder auf den Rückweg. Fast mit Gáldar zusammengewachsen ist das kleine Städtchen Santa María de Guía de Gran Canaria, kurz: Guía genannt. Hier erstanden wir auch ein Stück des hier bekannten queso de flor, ein aus Ziegen- oder Schafsmilch bestehender Käse, zu deren Gerinnung die Blüte der Blaudistel oder auch der Saft der Artischockenblüte verwendet wird. Aber bevor wir den Käse kauften, wollte Daniel erst noch ein Stückchen probieren. War ich stolz, daß ich diesen Wunsch in die schönen Worte 'Es posible de probar un poco de este queso' übersetzen konnte! Hoffentlich war das auch richtig, aber immerhin verstand die Verkäuferin, was ich von ihr wollte. Auf der Rückfahrt
Richtung Autobahn unternahmen wir noch einen kurzen Abstecher nach Moya. Moya
war für mich mit eines der hübschesten Dörfchen von Gran Canaria, ganz anders
als das hektische Las Palmas, das schmutzige Telde oder das touristische Puerto
de Mogán. Zum Schluß wollten wir noch den Lorbeerwald Los Tilos aufsuchen. Allerdings ließ uns hier unser Reiseführer etwas im Stich. Wir bogen zwar noch an der richtigen Stelle in das nach Los Tilos ausgeschilderte Seitental des Barranco Suage ein, aber sehr bald wurde die Straße immer steiler und schmaler. An manchen Stellen war es kaum noch möglich, mit unserem Auto weiterzufahren. Nach einer extrem steilen Auffahrt, oberhalb der uns ein Traktor entgegenkam, den wir wegen des Sonnenlichts aber fast nicht sehen konnten, gaben wir leicht entnervt auf und fuhren die Straße wieder zurück. Wieder auf der Hauptstraße angekommen, genossen wir unsere letzte Fahrt durch den grünen Barranco und machten uns auf den Rückweg nach Maspalomas. |
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