|
|
||||||
|
|
Geschichten
|
|
Index > Geschichten > Reiseberichte > Frankreich > Provence > 4. Tag |
|
||
|
Hinter
Aigues-Mortes waren wir auf Gedeih und Verderb unserem Navigationssystem
ausgeliefert, da wir die falsche Straßenkarte dabei hatten, die Ortschaften
immer kleiner wurden und immer schlechter ausgeschildert waren.
Schließlich landeten wir aber doch in Unser
Weg führte weiter nach Süden zur Hafenstadt Stes-Maries-de-la-Mer. Anstatt die
Rhone aber schneller über die Brücke zu überqueren, entschieden wir uns für die
hübschere Strecke mit der Fähre, auch wenn dieser Weg nicht ganz einfach zu
finden war. Stes-Maries-de-la-Mer war dann so ein bißchen
der Touristen-GAU für uns. Hatten wir gedacht, in Aigues-Mortes seien es viele
gewesen, wurden wir hier eines besseren belehrt. Stes-Maries war laut, sehr
touristisch mit zahlreichen Neppläden, Big Bands spielten direkt zwischen den
kleinen Straßencafés....wer kann da noch gemütlich sein Essen einnehmen? Die
Stadt an sich wäre wahrscheinlich noch sehr hübsch gewesen mit verwinkelten
Gassen, einem lebhaften Platz mit einer großen Kirche in der Mitte, aber uns
reizte es nicht, hier länger zu bleiben. Zuviel Rummel und zu viele Touristen.
Dazu kam allerdings auch noch, daß wir unser Auto mangels Parkplatz vor einer
Hofeinfahrt geparkt hatten, weshalb uns Unsere
Tour führte uns weiter rund um den Etang de Vaccarès durch das Rhône-Delta.
Mehrere Fasane liefen uns hier ganz gemütlich vors Auto und jedes Mal konnte
sie nur ein abruptes Bremsmanöver überhaupt dazu bewegen, die Straße wieder
zu verlassen. Nachdem wir nur noch ein paar Kilometer von Salin-de-Giraud entfernt
waren, merkten wir, daß wir uns verfahren hatten. Es gibt nämlich noch eine weitere
Straße, die D36c, die direkt am Etang de Vaccarès vorbeiführt. Wir hatten
versehentlich die weiter östlich gelegene D36 gewählt. Da die Entfernungen
insgesamt nicht allzu groß waren, kehrten wir noch einmal um, fuhren die innere
Straße entlang und hatten hier stellenweise einen herrlichen Blick auf das
Wasser des Etang. Eigentlich hatten wir vorgehabt, direkt am See unsere
mitgebrachten Baguettes zu essen, allerdings ließen uns Libellen und
Stechmücken doch schnell wieder im Auto verschwinden. Das Abendessen wurde auf
später verschoben. Erneut fuhren wir Richtung Salin-de-Gribaud und stoppten bei dem kurz hinter dem Ort gelegenen Belvédère, einem gewaltigen Salzhügel, von dem man einen guten Blick auf die riesigen Wasserbecken hat, in denen das Meerwasser durch die Sonne zu Salz verdampft.
Als wir wieder zurück nach Saint-Laurent-des-Arbres fuhren, hatte es draußen immerhin angenehm 27 Grad, so daß wir noch für ein Stündchen auf dem Balkon blieben um die ‘kühle’ Abendluft zu genießen. |
||||||
| Impressum |
|
|
|
|
|
|